Die Verzögerung der Instandsetzungsarbeiten am Abwassersystem um den See summiert sich. Die Arbeiten an den Pumpstationen des Ringkanals sind zwar fast abgeschlossen, aber in diesem unfertigen Zustand verharren sie nun seit Monaten. Es fehlen immer noch zwei Pumpen, in einigen Station funktionieren die elektrischen Einrichtungen nicht, die Anschlüsse der Elektroanlagen sind nicht vollständig und das Fernalarmsystem ist nicht installiert.
All das hat unerfreuliche Auswirkungen: Ausfälle und wiederholte Schmutzwasseraustritte (besonders an der Station 13) mit Schäden für den Zustand des Sees und des Images für die Touristen.
Die Kläranlage in Marta ist komplett sich selbst überlassen und alle Abwässer des Seebeckens fließen ohne Klärung in den Fluß Marta. Es wurden zwar zusätzlich notwendige Mittel freigegeben, aber die Arbeiten nicht aufgenommen.
Dazu kommt die große Unsicherheit hinsichtlich der derzeitgen und künftigen Bewirtschaftung des Abwassersystems. Wer koordiniert und wer kümmert sich um die regelmäßige Instandhaltung, wer wird künftig der Bewirtschafter des gesamten System? Kümmert sich Talete darum? Und wann ist die Abnahme? Es sind viele Arbeiten notwendig aber bis jetzt noch nicht einmal geplant!
Wer koordiniert die Einsätze der Arbeiter der COBALB im Konkurs, seit Pierangeli als Direktor in den Ruhestand gegangen ist und die Region sich nicht zuständig fühlt?
Um die Institutionen zu alarmieren und um Klarheit zu schaffen haben die Umweltorganisationen des Sees der Prokura einen Bericht präsentiert. Zur Unterstützung dieser Aktion hat Silvia Blasi, Regionalrätin der M5S eine Anhörung für der Kommission VIII der Region gefordert, die nun am Dienstag, dem 9. Juli stattfinden wird. Wir berichten hier!


