Baustelle – Januar 2019

Stand vom 25.01.2019

Obwohl die Instandsetzungsarbeiten am Ringkanal fast abgeschlossen sind, gab es in den letzten Wochen wieder einige Störungen mit Austritten von Abwasser in den See.

  • Ende Dezember 2018: Schaden am Transformator der Pumpstation 13 (Strand von Montefiascone in der Nähe vom Muretto) mit Abwasseraustritt.
  • Anfang Januar bis mindestens 18. Januar: wiederholte Abwasseraustritte an der Pumpstation 19 in Capodimonte. Die Ursache war eine Störung an der elektrischen Steuerungs- und Regelungseinheit.
  • 20. Januar: Überschwemmungen an der Pumpstation 19 (Grancaro). Diese Schmutzwasseraustritte wurden von der Direktion der COBALB durch Abschalten von Pumpen absichtlich herbeigeführt um einen Austritt an der Station 15 (in der Nähe des Restaurants Pirata) zu verhindern.
  • 23. Januar: Abwasseraustritt an der Pumpstation 13 (siehe nebenstehendes Foto). Ursache war eine Unterbrechnung der Stromversorgung seitens der ENEL von der die Direktion der COBALB nicht verständigt worden war.

Unsere Informationen aus unserer letzten News zum Status der Instandsetzungsarbeiten vom vergangenen Monat waren zu optimistisch. Diesmal haben wir die Information bekommen, dass an der Pumpstation 15 immer noch eine Pumpe fehlt ebenso wie der Anschluß der elektrischen Hauptschalttafel, und dass noch die Reparatur einiger Notstromaggregate aussteht. Wir erinnern auch daran dass die gesamte Fernüberwachung und -alarmierung fehlt, diese ist essentiell um die Einsatzzeit der Mannschaft der COBALB im Falle einer Störung kurz zu halten.

Diese Vorfälle zeigen eine beträchtliche Anfälligkeit des komplizierten Systems des Ringkanals. Beunruhigend ist auch der Umstand, dass einige Stationen auch nach Abschluß der Arbeiten keine Reservepumpen haben. Empörend ist das Schweigen der Büros der Region zu den Nachfragen der Bürgerschaft Informationen zum Stand der Arbeiten zu erhalten. Völlig unklar ist die Zukunft der Bewirtschaftung des Abwassersystems um den See.

Der Beginn der Arbeiten an der Kläranlage am Fluß Marta bleibt weiter ungewiss, dieser hängt von der Zustimmung der Region zu einer Erweiterung der Projektes mit einem zusätzlichen Aufwand von ca. einer Million Euro ab. In der Zwischenzeit ergießen sich sämtliche Abwässer des Seebeckens weiterhin in ohne jede Klärung in den Martafluss.

Vertrauen wir in der Zwischenzeit auf die Hilfe des Tramontana zur Reinigung des Sees.

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