Baustelle – Februar 2019

Stand vom 5.03.2019

Der Monat Februar hat für den Ringkanal schlecht begonnen. Wie wir wissen, schaffen es seine Pumpstationen nach ausgiebigen Regenfällen nicht, die anfallenden Wassermengen abzuleiten; der Grund dafür ist die fehlende Trennung von Regenwasser und Abwässern in den meisten Gemeinden. So haben auch die heftigen Niederschläge in den ersten Februartagen dem Kanal Probleme bereitet mit Austritten von Abwässern an den Stationen 9, 19 und der Substation 18.

Ein anderes Problem, das in der Nähe des Hafens von Capodimonte Austritte verursacht hatte, wurde vor einigen Tagen an der Station 19 gelöst, wo eine neue Pumpe auf Grund eines Farbrikationsfehlers ersetzt werden musste.

Der Februar geht jedoch mit einer Meldung zu Ende, die auf eine Wiederaufnahme und die Fertigstellung der Arbeiten in absehbarer Zeit hoffen lassen. Nach Informationen die wir erhalten haben, wurde m 1. März in Bolsena eine Vereinbarung zwischen der Region Latium, COBALB und der mit den Arbeiten betrauten Firma Luisiana unterzeichnet. Diese Vereinbarung gäbe Luisiana die zeitlich begrenzte Genehmigung (wahrscheinlich auf 6 Monate) zur Ableitung der ungeklärten Abwässer aus dem Seebecken in den Fluss Marta. Die Vereinbarung muss auch von der Provinz unterzeichnet werden, die in der nächsten Woche die entsprechende Bedingungen und Regeln festlegen soll.

Das Motiv für dieses Manöver ist nicht wirklich evident. Es handelt sich offensichtlich darum, dass die Firma die Verantwortung für die Abwässer übernimmt und die Aufgabe, die Situation baldmöglichst in Ordnung zu bringen. Es ist klar, dass dies nur mit zusätzlichen Budgetmitteln – man spricht von ca. einer Million Euro – und einer Variante des Projektes möglich sein wird. Beide Bedingungen sind notwendig, um die Arbeiten zu einem Abschluss bringen zu können.

Wir wissen nicht, ob die Mittel schon durch einen Beschluss der Regionalregierung bestätigt sind: wie üblich haben weder die Büros der Region noch unser Rat in der Region, an den wir besonders appelliert haben, auf unsere Bitten um ein Gespräch und um Informationen geantwortet. Was wir wissen ist, dass die Kommission der EU, alarmiert durch die Bürgerschaft, die gravierende Verzögerung der Instandsetzungsarbeiten am Abwassersystem um den See nicht gut heißt.

Wenn die Arbeiten wiederaufgenommen werden, werden als erstes die Abschlussarbeiten an den Pumpstationen durchgeführt. Es fehlen noch zwei neue Pumpen und der Anschluss einiger elektrischer Einrichtungen. Dann wird mit der Erneuerung der Kläranlage in Marta begonnen.

Man hofft, dass die Abnahme des Ringkanals vor dem Sommer stattfinden kann. Die Arbeiten an der Kläranlage könnten sich noch über das ganze Jahr 2019 erstrecken.

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