Die Arbeiten an der Instandsetzung des Ringkanals sind noch nicht abgeschlossen, schon sieht man besorgniserregende Anzeichen neuerlicher Schäden. Die installierten neuen Pumpen scheinen minderwertiger Qualität zu sein und gehen an den kritischen Stationen bereits jetzt kaputt. Wie beispielsweise an der Station 9 (im Bereich Grancaro an der Grenze der Gemeinden Bolsena und Montefiascone). Diese Station hat die Aufgabe, mit ihren vier starken Pumpen die Abwässer des nördlichen Teiles des Ringkanals in Richtung Kläranlage zu pumpen. Vor etwa einem Monat ist eine der Pumpen ausgefallen. Die Folge davon sind neuerliche, quasi kontinuierliche Austritte von Abwässern direkt in den See (Das Foto zeigt den Eintritt der Abwässer in den See am 15. August 2019).

Sversamento dalla stazione di sollevamento n.9
An der Station 19 am Strand von Capodimonte ist nur eine funktionierende Pumpe übrig geblieben, die nicht mehr zuverlässig arbeitet. Entlang dem Strand von Montefiascone ist die Situation kritisch. Wenn nicht ständig Abwasser an der Station 9 in den See fließen würde, könnten die nachfolgenden Pumpen die Mengen an Abwasser nicht bewältigen. Auch der Strand von Capodimonte ist gefährdet. Am Morgen des 14. August ist eine der Stationen in der Nähe der Bar Bora Bora ausgefallen. Die Touristen konnten – anstatt zu baden – das Spektakel der Gemeindarbeiter bewundern, die, ungeachtet des Gestanks hektisch versuchten die letzte Pumpe zu reparieren (letztlich haben sie es geschafft) weil keine Ersatzpumpen für solche Fälle vorgesehen sind. Die neuen elektrischen Anlagen erweisen sich als wenig vertrauenswürdig, es gibt weder Vorräte an Pumpen noch an Material, der unermüdliche Mannschaft der COBALB steht noch ein funktionierendes Auto zur Verfügung um sich bewegen zu können, es gibt kein Geld für Treibstoff, die Arbeiter wurden für den Monat August nicht bezahlt, der Direkter ist in Pension …. Leer und falsch sind die Versprechungen mit denen die Verantwortlichen der Region den Bürgermeistern in der Anhörung vor der 8. Kommission vor wenig mehr als vor einem Monat beruhigen wollten. Es ist uns kein Trost, dass die Situation am Strand von Tarquinia noch schlechter ist. Dort ergießen sich alle Abwässer des Seebeckens ungeklärt ins Meer, da die Kläranlage in Marta nun bereits seit drei Jahren außer Betrieb ist.


