Stand vom 29.08.2018
In den letzten Augusttagen wurden die Arbeiten an der Pumpstation 9 im Bereich des Grancaro abgeschlossen: der neue Transformator und die neuen elektrischen Schalt- und Kontrollanlagen sind installiert.
Um die Arbeiten an den Pumpstationen abzuschließen – so berichtet der Direktor der COBALB Pierangeli – fehlt nun noch der elektrische Anschluss einiger Stationen. Ein Jahr nach der Vergabe der Bauarbeiten sind jetzt immerhin die Stationen repariert. Eine gute Nachricht, auch wenn noch die vorgesehene Reparatur einiger Rohrstrecken offen ist, ebenso wie die Abnahme des gesamten Ringkanals.
Auf Grund der gegebenen Dringlichkeit und um die weitere Verschmutzung des Sees zu vermeiden, ist Pierangeli gewillt, die Pumpstationen auch ohne endgültige Abnahme in Betrieb zu nehmen; die definitive Entscheidung darüber liegt aber in der Verantwortlichkeit der Region (die der Auftraggeber für die Reparaturarbeiten ist).
Es ist also durchaus noch nicht sicher, ob sich die Abwasserbelastung des Sees in absehbarer Zeit reduzieren wird (in dem Foto der Austritt von Schmutzwasser aus der Station 9 in den See am 28. August).
Wir unterstreichen einmal mehr, dass auch nach der eventuellen Inbetriebnahme immer noch einige wichtige Probleme ungelöst bleiben, unter ihnen:
- die Dichtigkeitsprüfung der Rohrleitungen,
- die rechtliche und administrative Bewirtschaftung und die
- die Instandhaltung des Ringkanals in der Zukunft.
Die Schuld an der beträchtlichen – und letztlich noch nicht absehbaren – Überschreitung des ursprünglichen Zeitplans trifft zum einen die Art und Weise, in der die Auschreibung der Instandsetzungsarbeiten getätigt wurde, zum anderen die beschränkten Mittel des Bestbieters der Ausschreibung. Die Instandsetzungarbeiten an der Kläranlage sind noch nicht begonnen und werden lang und schwierig werden. Bis zur Inbetriebnahme der renovierten Kläranlage landen alle Abwässer des Seebeckens nunmehr direkt im Fluß Marta und verschmutzen diesen und an seiner Mündung das Meer.


