Unsachgemäßer Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln am Ufer des Sees: die Behörden schreiten ein

In den ersten Tagen des Jahres 2022 wurde ein schwerer Fall von Umweltverschmutzung angezeigt. Wir haben darüber in unserer vorhergehenden News berichtet. In der Gemeinde Capodimonte wurde ein 30 ha großes Feld in unmittelbarer Nähe des Bolsenasees mit Unkrautvernichtungsmitteln behandelt.

Die zuständigen Behörden (in diesem Fall die Carabinieri Forestali von Montefiascone) sind prompt eingeschritten. Diese führen derzeit flächendeckende Kontrollen durch, um dem unsachgemäßen Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln entgegenzutreten. Sie haben gegenüber den für die Behandlung Verantwortlichen in erster Linie die Nichtbeachtung der Gebrauchsvorschrift des verwendeten Produktes beanstandet, wofür nach den europäischen und nationalen Regelungen  Geldstrafen zwischen zwei- und zwanzigtausend Euro vorgesehen sind.

Darüberhinaus riskiert der Verantwortliche eine Anzeige wegen Umweltschäden, die dem See (der ein Schutzgebiet im Netzwerk Natura 2000 ist) und dem zugehörigen Grundwasserleiter zugefügt wurden.  Diese sind durch die Wasserrahmenrichtlinie, die Flora-Fauna-Habitat Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie, sowie durch verschiedene weitere gemeinschaftliche und nationale Verordnungen geschützt (eine Zusammenfassung dieses Schutznetzes findet sich hier).

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