Der Bolsenasee kämpft um sich zu schützen!

Die Gemeinden des Seebeckens wenden sich gegen die Tendenz der Industrialisierung des Gebietes und organisieren Initiativen um dagegen zu sensibilisieren und die Bevölkerung über die  Risiken für die Umwelt durch das geothermische Kraftwerk Castel Giorgio und die besorgniserregende Ausweitung der Haselnußplantagen im hydrogeologischen Becken zu informieren.

Einige Bürgermeister (Bolsena, Grotte die Castro, Montefiascone) haben restriktive Verordnungen gegen die wahllose Verwendung der Unkrautvertilgungs- und Spritzmittel erlassen und auf die Pflicht hingewiesen, dass alle Kulturen die dem Grundwasserleiter des Bolsensees (der ein EU-Schutzgebiet des Natura2000-Netzwerks ist) schaden könnten, der Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterziehen sind, wie es im Gesetz vorgesehen ist. Andere Bürgermeister tendieren dazu mit der Bevölkerung ein Nachdenken über die Anpassung der Strategien anzustoßen, um die Biodiversität in unserem Gebiet zu schützen.

Zu diesen zwei aktuellen Themen findet am Freitag, dem 13. September um 18.00 im Gemeindesaal von Gradoli unter der Patronanz des Bürgermeisters Attilio Mancini ein erstes Treffen statt. Piero Bruni und Carla Carsetti vom Verein Lago die Bolsena schildern die kritischen Punkte der Umwelt im Seebecken für die die Geothermie und die intensiven Kulturen weitere negative Auswirkungen auf das empfindliche Ökosystem haben können., während ihr Einfluß auf die Gesundheit von Patrizia Gentilini (ISDE Italia) ausgeführt wird.

Am darauffolgenden Tag, Samstag, 14. September um 17.00 eröffnet der Bügermeister Antonio De Rossi in der Cascina die Capodimonte eine Anhörung, bei der die Teilnehmer aufgefordert sind konstruktive Beiträge zu den Themen der Vortragenden zu machen: Widerstand gegen die spekulative Geothermie, Förderung der biologischen Landwirtschaft gegen die Verwendung von Chemie, Diskussion über die Monokulturen und der Schutz und die Aufwertung der archäologischen Kulturgüter, welche in Gefahr sind zerstört zu werden.

Die Gemeinden Montefiascone (nach dem 20. September) und Bolsena (Anfang Oktober) organisieren gerade ähnliche Veranstaltungen von denen wir berichten werden.

Schon am Samstag, dem 7. September um 11.00 wird es in der Bella Verde in Capodimonte im Rahmen des Bauernmarktes ein Informationstreffen zum geothermischen Kraftwerk in Castel Giorgio geben.

Am 12. Oktober ist in Castel Giorgio eine Kundgebung mit  Informationen zur geothermischen Anlage, Musik, Abendessen und einer Filmprojektion zum Thema geben.

Im Rahmen all dieser Initiativen sammeln wir Geld für die Kosten für den Einspruch beim TAR (dem regionalen Verwaltungsgericht) gegen die Entscheidung der Regierung, die geothermische Anlage in Castel Giorgio zu genehmigen. Man kann im Anschluß an die jeweiligen Veranstaltungen Beiträge in bar spenden oder eine Überweisung auf ein eigens für diesen Zweck bei der Bank TEMA eingerichtetes Konto aller Vereine und Komitees um den See, von Alfina und Orvieto machen:

• Kontoinhaber: Associazione Bolsena Lago d’Europa
• IBAN: IT46 C088 5172 9100 0000 0215 289
• BIC/SWIFT: ICRAITRRNN0
• Zahlungszweck: Beitrag zum Einspruch bei TAR

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme! Tragt aktiv zum Schutz unseres schönen Gebietes bei!

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