FLAG Lago di Bolsena, für eine nachhaltige Fischerei

Die lokale Aktionsgruppe für Fischerei, FLAG (Fisheries Local Action Group) des Bolsenasees hat in einer öffentlichen Versammlung am 22. November im Auditorium von Bolsena ihr Projekt vorgestellt. Die einzige FLAG in Italien für Süßwasser (die anderen sind alle auf das Meer bezogen) wie die Präsidentin Bruna Rossetti betont, beschäftigt sich als Verein mit der Unterstützung der lokalen Entwicklung, an deren Aktionen Vertreter des öffentlichen Sektors, private Unternehmen und die Zivilgesellschaft teilnehmen. Gegenwärtig sind Mitglieder der FLAG unter anderen die Seegemeinden (Bolsena, Capodimonte, Gradoli, Marta, Montefiascone und San Lorenzo Nuovo), Handels- und Berufsverbände und Fischerei-Kooperativen.

Die zur Verfügung stehenden Mittel sind Projekten gewidmet, welche die Fischerei aufwerten, wobei an erster Stelle die Wiederinbetriebnahme der Inkubatoren zur Setzlingszucht in Marta und Bolsena steht. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fond für Angelegenheiten des Meeres und der Fischerei (EMFF) und sind für Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der Fischerei und der Aquakultur bestimmt. Die Ziele der FLAG  wurden von der Verantwortlichen für die lokale Aktivierung, Imola Bellavita, folgendermaßen zusammengefasst:

  • Entwicklung eines geeigneten Managements, um die Ressourcen nachhaltig nutzbar zu machen,
  • Steigerung des Einkommens der Fischer durch Investitionen und Werbung für die Produkte,
  • Verbindung der Fischerei mit Schutz und Aufwertung der Umweltgüter, der Kulturgüter, der historischen Schätze sowie der lokalen Önogastronomie.

Für Informationen können sich Fischer und Bürger an die zwei öffentlich zugänglichen Büros der FLAG in Marta und in Bolsena wenden.

Auf diese Präsentation folgte eine angeregte Diskussion, in der die Bürgermeister von Bolsena und Marta die Ziele der FLAG und die Probleme der Fischerei im See aufgegriffen haben. Einige Wortmeldungen aus dem Publikum haben an die kritische Situation des Sees erinnert. Die Regionalrätin Silvia Blasi hat die Initiative der FLAG als sehr verdienstvoll und eine große Gelegenheit hervorgehoben; ungeachtet dessen sollte man jedoch nicht den Schutz der Umwelt vergessen.

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