Im Umland des Sees sehen wir oft Szenen wie jene auf dem Foto: die Öffnung eines alten Rohres aus dem schmutziges Wasser austritt und in einen Graben, Bach oder eine Senke fließt, auch wenn es seit vielen Tagen nicht geregnet hat. Es ist kein Quellwasser sondern trübes Wasser, Abwasser. Hinweis auf unsachgemäße Entsorgung.

Dieses Mal haben wir es in Montefiascone gesehen, entlang des Wegs der die Strasse des Sees mit dem Fontanile von Roiano verbindet, einem der historischen Fontanile der Gemeinde wie jene von Cannelle, Sambuco, Conicchio oder Castagno.
Auch wenn es sich nicht um eine gravierende Verschmutzung handelt, hat sie doch eine Auswirkung auf das Grundwasser im Seebecken sowie auf die Menschen, die sich in der unmittelbaren Umgebung des Austrittes bewegen. Dazu leidet das Image von Montefiascone, eine Seegemeinde, nicht weniger touristisch ausgerichtet als die anderen.

Eine wartungsbedürftige Hinweistafel beim Fontanile del Roiano erinnert uns daran, dass die Umgebung von Montefiascone Teil des Natura2000-Schutzgebiets „Monti Vulsini“ ist, wo Lebensräume sowie gefährdete Tier- und Pflanzenarten geschützt werden (hier der Bewirtschaftungsplan). Er informiert uns, dass die Umgebung des Fontanile ein Lebensraum für den nördlichen Kammmolch ist, eine Tierart von gemeinschaftlichem Interesse, die durch Verschmutzung und anthropische Störung gefährdet ist.
Wir haben den Umstand an die Gemeinde Montefiascone gemeldet. Mit unserem Projekt „Acque Chiare” haben wir uns vorgenommen, derartige Vorkommisse im Umfeld des Sees aufzudecken und den zuständigen Behörden zu melden.


