Seit vielen Jahren weist Legaambiente, auf Basis der Analyse der Goletta dei Laghi, auf eine bakterielle Verschmutzung an der Mündung einiger Bäche hin, die in den Bolsenasee fließen.
Einer dieser Punkte war die Mündung des Fosso del Rigo in der Gemeinde Gradoli. Im Juli des vergangenen Jahres hat der damalige Bügermeister von Gradoli, Luigi Buzi, während der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse von Legambiente, einen konkreten Vorschlag gemacht um das Problem zu lösen. Er hat den Umweltverein und die Bürgerschaft dazu eingeladen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde an Hand von Proben und Analysen herauszufinden, ob diese Verschmutzung wirklich vorliegt.
Und so wurde vereinbart, gemeinsam entlang des Baches Proben zu entnehmen, um gegebenenfalls den Grund für die Verschmutzung zu finden und zu beheben.
Dies wurde heuer im späten Frühjahr gemacht. Die von BLEU vorgenommenen Analysen haben die Abschnitte bestätigt, an denen wir die mögliche Quelle der Verschmutzung vermutet hatten. Die Gemeinde Gradoli hat umgehend begonnen, die Hauptursache der Verschmutzung zu beheben, an einer Stelle wo die Rohrleitung, die die Abwässer des Ortes in den Ringkanal leitet, den Bach quert. Obwohl das Problem in der Verantwortung von COBALB gelegen hätte und nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde, hat Bürgermeister Attilio Mancini eine Spezialfirma beauftragt, das Problem zu lösen, und noch dazu auf Kosten der Gemeinde da COBALB auf Grund des Konkurses derzeit nicht handlungsfähig ist.
Jetzt gerade arbeiten die Gemeinde und BLEU daran, eine zweite Verschmutzungsquelle aufzuspüren und zu beseitigen.
Dieser Fall kann als ein Beispiel dafür dienen, wie ähnliche Probleme in anderen Gemeinden gelöst werden könnten: anstatt die mutmaßlichen Verschmutzungen zu leugnen, wie das üblicherweise passiert, mit Hinweis auf den Umstand, dass die ARPA Latium jedes Jahr ein „exzellent“ für das Baden im See zertifiziert, hat Gradoli konstruktiv gehandelt. Damit hat die Gemeinde das fruchtlose Gegeneinander, welches bis dato die Lösung der Probleme blockiert hatte, überwunden (wir haben von dieser unerfreulichen Situation mehrfach berichtet: 2017, 2016, 2015, 2014, 2013 e 2012).
Die Details der Aktion können Sie im Osservatorio nachlesen!


