Das Kraftwerk Nuova Latera ist ein Hybridkraftwerk, welches verschiedene Produktionszyklen verbindet (siehe auch Technischer Bericht des Projektes (it)):
- ein geothermisches Element vom Typ „Flash“,
- ein Kessel für Biomasse,
- ein geschlossener Zyklus OCR und
- eine Wärmepumpe
- für eine Gesamtkapazität von 14 MW elektrischer Energie
Das Kraftwerk soll genau dort entstehen wo vor mehr als 20 Jahren das alte Kraftwerk in Betrieb war, und soll auch die gleichen Tiefbohrungen nutzen. Das Dorf Latera befindet sich nur zwei Kilometer vom Kraftwerk entfernt in einer der Hauptwindrichtungen.

Lageplan der Anlage
Im geothermischen Reservoir in ca. 2000 m Tiefe ist Wasser mit einem Druck von ca. 200 barA und einer Temperatur von etwa 210°C bei einem mittlerem Gehalt von 4% nicht kondensierbaren Gasen (davon ca. 90% CO2) vorhanden. Es ist eine Entnahme von insgesamt 500 t/h aus zwei Bohrungen vorgesehen. Am Ausgang einer doppelten Flash-Stufe wird der Dampf in einer Biomasseanlage erhitzt (Leistung 6 MW thermische Energie, erzeugt von ca. 50 t/Tag Hackschnetzel) und der elektrischen Turbine zugeführt. Die geschlossene OCR-Anlage nutzt die Wärme des Kondensats aus dem „Flash“, und eine Wärmepumpe die Wärme der nicht kondensierbaren Gas bevor sie der AMIS-Anlage zugeführt werden (Filter für Quecksilber und Schwefelwasserstoff) und dann in die Atmosphäre entweichen.

Schema eines Flash-Kraftwerks
Die Gesamtkosten betragen 70 Mio Euro, davon entfallen ca. 20 Mio auf Bohrungsarbeiten und 19 Mio auf das Kraftwerk. Das Projekt hat den Vorteil, bestimmte Teile der bestehenden Infrastrukturen nutzen zu können, und dass die Erkundung des geothermischen Feldes schon abgeschlossen ist.



