Ganz klar: Nein zu den „Cento Miglia“ des Bolsenasees! 

In einer gemeinsamen Pressemitteilung drücken die Bürgervereine des Bolsenasees ihren entschiedenen Widerspruch gegen das Powerboat-Rennen „Cento Miglia del Lago di Bolsena“ aus. Die von der Lega Navale Italiana, Sektion Marta, organisierte Veranstaltung soll vom 1. bis 3. Juli auf dem See zwischen Capodimonte, Marta, Montefiascone und der Isola Martana stattfinden, mit hundert Piloten und potenten Motorbooten die „mit Vollgas über den See rasen“.  

Um die Auswirkungen der Veranstaltung auf die Umwelt abschätzen zu können, haben sich die Vereine zunächst an die für die Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Genehmigung der Veranstaltung zuständigen öffentlichen Ämter gewandt. Diese haben prompt geantwortet, dass ihnen weder Anträge noch Unterlagen diesbezüglich vorliegen. 

Unserer Einschätzung nach wären die Auswirkungen einer solchen Veranstaltung auf den See und sein Ökosystem in vielerlei Hinsicht schwerwiegend. Vor allem ist eine Nährstoffanreicherung des Seewassers und seine Verschmutzung mit Kraftstoff zu befürchten, sowie die Beeinträchtigung der Arten und Habitate des Bolsenasees und der Isola Martana, die beide Natura 2000-Schutzgebiete sind. Zudem erscheint uns eine derartige Veranstaltung heute, wo wir global mit der Zerstörung der Natur konfrontiert sind und es vorrangig darum geht, die Umwelt zu schützen, schädliche Emissionen und Umweltverschmutzung zu reduzieren, zumindest anachronistisch, oder eben „fossil“. 

Alle Bürgermeister des Sees haben sich gegen die Veranstaltung ausgesprochen. Aus guten Gründen – sie haben für die Sanierung des Ringkanals gekämpft, sie sind der Bioregion beigetreten um die Umwelt zu schützen und nachhaltige Wirtschaft und Tourismus zu fördern: wie könnten sie diese „Cento Miglia“ tolerieren, die diese Anstrengungen lächerlich macht?

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