Notfall beim Kanalsystem

Ist das die Vorwegnahme eines Szenarios, das sich um den ganze See ausbreiten wird?

Seit einer Woche ergießen sich die Abwässer der Gemeinde Gradoli in einen Olivenhain und erreichen über den benachbarten Bach Rigo den See. Die alarmierte Behörden (Polizei, Gemeinde und Forstbehörde) erklären, dass sie nichts tun könnten! Es gibt darüber hinaus niemand, der etwas unternehmen könnte, denn – wie wir wissen – sind die Arbeiter der COBALB freigestellt bzw. sich selbst überlassen und seit vier Monaten ohne Gehalt, Material und Mittel.

Sicherlich wäre es auch nicht richtig wenn die Gemeinde Gradoli aus eigener Tasche (und der ihrer Steuerzahler) den notwendigen Einsatz an Stelle von COBALB – in Konkurs und Pfändung – oder Talete (welche die Gebühren für die Abwasserentsorgung kassiert, sich aber um die zugehörigen Arbeiten nicht kümmert) zahlen würde. Das hat sie schon in der Vergangenheit gemacht, wird sie es wieder machen? Und werden die anderen Gemeinden ihrem Beispiel folgen?

Wir kennen die Gründe für das was gerade geschieht: lange Jahre weitverbreiteter Verantwortungslosigkeit. Aber jetzt? Wir können nicht in Ruhe zuwarten bis die Katastrophe eintritt. Wo sind die Administratoren die imstande sind, in kurzer Zeit eine pragmatische und zumindest provisorische Lösung für das Problem zu finden? Dieses besteht nicht allein darin, den Schacht im Olivenhain freizumachen, sondern eine ordentliche Wartung und ein gut funktionierendes Kanalsystem zu gewährleisten.

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