Baustelle – Oktober 2019

Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Probleme des Ringkanals und der Kläranlage für die Abwässer des Beckens des Bolsenasees sind enttäuscht. Die Hoffung beruhte auf der klaren und sicheren Erklärung von Wanda D’Ercole (Direktorin für öffentlichen Arbeiten, zentrale Anlaufstelle für Ausschreibungen, Wasser und Boden) und von Massimiliano Proietti (Verwantortlicher für das Instandsetzungsprojekt) im Rahmen der Anhörung bei der VIII Kommission der Region am 9. Juli: „es fehlen noch ein paar Monate um die Probleme des Ringkanals zu lösen. Innerhalb von 90 Tagen wir die Bewirtschaftung an Talete übergeben, die schon jetzt umgehend schrittweise in den Betrieb eintreten wird. Noch im Jahr 2019 wird die Kläranlage ausreichend funktionieren und Anfang 2020 vollständig fertig gestellt sein“.

Nichts davon hat sich bewahrheitet, nicht einmal im entferntesten:

  • die Probleme des Ringkanals habe sich verstärkt anstatt dass sie gelöst worden wären. Es gibt laufend Abwasseraustritte an der Station 9 (Grancaro) und gelegentlich an den Pumpstationen San Lorenzo, Capodimonte und Marta;
  • die Arbeiten an der Kläranlage wurde begonnen, gehen aber im Schneckentempo voran (wie man an den Anstrichen einiger Rohrleitungen und Toren erkennen kann;
  • Talete denkt mitnichten daran die Belastungen von COBALB zu übernehmen, die insolvent und verpfändet ist deren Strukturen darüberhinaus nicht funtionieren und will seine Gründe vor dem Gericht klären.

Unter all diesen skandalösen Umständen betrifft der Schmerzvollste die Arbeiter von COBALB, die ungeachtet aller Versprechen seit drei Monaten kein Gehalt erhalten haben. Die Gesellschaft dankt auf diese Art den Menschen, die sich über 20 Jahre für den Schutz der Bürger und des Sees bemüht haben. Auch die Arbeiter haben sich an das Gericht gewandt. Ohne sie ist das Abwassersystem ohne Betreuung und Überwachung. Wir haben den Präsidenten der VIII Ratskommission von diesen desolaten Zuständen anläßlich der Anhörung der geothermischen Anlage von Castel Giorgio am 22. Oktober informiert.

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